endlich Neuigkeiten - es ist so viel passiert!

Ahoi! Da sind wir wieder! Wir hatten eine ganze Weile unter Anderem technische Probleme mit der Website, aber von nun an wird es hier wieder häufiger Neuigkeiten von uns und der Rad*Aue geben.

Seit dem letzten Eintrag ist richtig viel passiert: Es war erstens und vor allem ein richtig schöner Sommer auf der Rad*Aue, mit kleinen Konzerten, Kinos, Workshops und natürlich dem Sommerfest. Danke an alle, die dabei waren und mitgemacht haben :-) Es war sehr schön!

romantische radaue am abend
schön wa! radaue 2018

Politisch hat sich vor allem seit August/September viel getan und im Moment hängen wir ganz schön in der Luft. Zur Erinnerung: Vor einem halben Jahr gab es einen Stadtratsbeschluss, der uns bis zum 31.10.2018 duldet, kombiniert mit der Suche nach rechtlichen Möglichkeiten sowie einem Platz für uns.

Doch was ist passiert: Das Rechtsamt der Stadt Jena ist zu der Auffassung gekommen, dass es generell nicht möglich sei, Wagenplätzen eine Perspektive zu geben. Dass dies nicht der Realität entspricht sieht man in vielen anderen Städten wo diese Lebensform seit teilweise Jahrzehnten existiert. Dies haben auch die Mitglieder des Stadtrates erkannt und im September diesen Jahres einen Beschluss mit deutlicher Mehrheit verabschiedet: In diesem wird der neue Oberbürgermeister, Dr.Thomas Nitzsche (FDP), zum Einen um eine erneute Duldungsverlängerung gebeten, zum Anderen damit beauftragt nach Lösungen analog zu anderen Städten zu suchen. Doch Herr Nitzsche stellt sich quer, behauptet gegen jegliche Vernunft eine weitere Duldung wäre illegal und tut jede ihm gebotene rechtliche Option mit den Worten "will ich nicht" ab, die ihm aufgezeigt wird. Und dies obwohl er uns den politischen Weg empfohlen hat und uns zusicherte sich nicht gegen eine Stadtratsentscheidung zu stellen.

Somit stehen wir nun vor der konfusen Situation auf demokratischem Weg alles erreicht zu haben und trotzdem Ende diesen Monats, wenn unsere noch bestehende Duldung endet, auf der Straße zu stehen. Ein Ort für kreatives, buntes und selbstbestimmtes Wohnen Leben und Arbeiten, der von vielen Menschen genutzt wird, steht davor der Laune des Oberbürgermeisters zum Opfer zu fallen.

Das war erstmal ein ganz schönes Brett, aber mittlerweile haben wir uns aufgerafft, recherchieren fleißigst und überlegen, was zu tun ist. Wir bleiben dran, so nicht!